'Augen auf beim Partnerkauf'
Augen auf beim Partnerkauf
Wie sich Kunden und ihre IT-Partner finden und wie erfolgreich die Partnerschaft ist, hängt von einigen Aspekten ab. Die Entscheidung für den richtigen Partner wird aufgrund unterschiedlicher Faktoren getroffen.
Motiviert vom Beitrag von Nico auf LinkedIn habe ich mal meine Entscheidungsfaktoren zusammengestellt.
1. Technische Expertise
Der Partner sollte in der benötigten Domain eine gute technische Expertise haben. Gerade bei genutzten Frameworks oder SaaS Lösungen und den darin genutzten Software-Stacks sollte der Partner im gesamten beteiligten Team bereits Expertise haben. Software Projekte sind komplex und haben Timelines. Von daher erhöht sich das Risiko enorm, wenn es hier an Grundlagenwissen fehlt. Das während der Umsetzung aufzubauen ist nicht wirklich realistisch.
2. Prozesse
Partner, die dem Kunden gelernte Prozesse (Wasserfall, agil, Scrum, Kanban, whatever) einfach "überstülpen" laufen in das Problem, dass die Prozesse nicht zum Kunden passen. Kunden haben Rahmenbedingungen, an die man sich als Partner anpassen muss. Anderherum wirds schwierig. "Wenn man einen Hammer hat, sucht man nach Nägeln." (frei nach Silvan Tomkins). Und wenn schon Prozesse, dann nicht dogmatisch, sondern pragmatisch und flexibel an die Situation angepasst. Ein guter Wert zur Messung, ob die richtigen Prozesse angewandt werden ist der Organisations-Overhead. Also Anzahl der Stunden, die für alles andere als direkt wertschöpfende Arbeit abgerechnet werden. Da nützen dann auch günstige Stundensätze nichts.
3. Ownership
Jeder Projektteilnehmer muss Ownership übernehmen. Ob Stakeholder, Projektleiter, Entwickler, QA-Mensch, alle Anderen. Jedem Beteiligten muss das Ziel klar sein und jeder contributet darauf ausgerichtet. Und daher rede ich nicht von "Dienstleistern". Denn "Dienst" zu "leisten" hat nichts mit Ownership zu tun. Das ist ein tayloristischer Begriff, der nicht mehr in die heutige Zeit passt. Ownership bekommt man nur durch Augenhöhe. Und auf die müssen sich Kunde und Partner committen.
4. Menschen
Alle Projektbeteiligten sind Menschen. Alles andere sind Tools, auch AI ersetzt nicht alles. Wer in einem Projekt "Ressourcenplanung" macht, hat den Punkt 3. nicht verstanden. Menschen sind wichtiger als der Prozess. Daher sollten beim Partner Entwickler sein, die mitdenken, mitgestalten, Verantwortung übernehmen und das Projekt mit dem Kunden gemeinsam erfolgreich machen. Das Team muss gut zusammenarbeiten. Dazu gehört Empathie und Sympathie. Der beste Entwickler nützt dem Projekt nichts, wenn er für das Projekt toxisch ist. Siehe dieses Video.
5. Persönliche Empfehlung
Was nützen Preise und die besten Posts auf Social Media, wenn die Realität anders aussieht? Am Ende müssen Kunde und Partner zusammenpassen. Und die ganzen Punkte oben stimmen. Hierfür kann man sich einfach mal mit bestehenden Kunden des Partners austauschen. Persönliche Erfahrungen im Daily Doing sind 1000x mehr Wert als jeder Preis oder Post. Denn in der täglichen Zusammenarbeit wird der Erfolg oder Nicht-Erfolg bestimmt. Nicht auf irgendeiner Bühne.
Was sind Eure Erfahrungen?
P.S.: Alle personenbezogenen Bezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter (m/w/d). Auf Mehrfachbezeichnungen wird zugunsten der Lesbarkeit verzichtet.
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